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Dokumentiert: Vortrag von Torsten Bultmann (BdWi) zum Stiftungsmodell. Ein Beitrag zur Debatte um die Uni Osnabrück steht zum download bereit (mp3):
[Part I] (5,8 mb, 6:19 min)
[Part II] (10,9 mb, 11:55 min)
[Part III] (11,1 mb, 12:06 min)

Die Aufnahme der Diskussion ist aufgrund unserer bescheidenen technischen Mittel leider nur teilweise verständlich. Wir werden sie hier sobald wie möglich zur Verfügung stellen.

Themen der Veranstaltungen sind die kritische Reflexion unserer Studiensituation, unserer Universität und ihres Kontexts in unserer Gesellschaft. Wir wollen damit Alternativen zum gängigen Diskurs aufzeigen, eine Gegenöffentlichkeit zur präsidial gestalteten Ringvorlesung schaffen und die Meinungsbildung der Studierendenschaft mit einem Gegenangebot/alternativem Angebot zur Ringvorlesung unterstützen.

Veranstalter

Bachelor/Master
- Lernen im Gleichschritt?

Vortrag und Diskussion

mit Prof. i.R. Dietrich Lemke, Universität Bielefeld

Mi., 28. Januar 2009, 18 - ca. 20 Uhr
Universität Osnabrück
Schloss
(Gebäude 11) Raum 216

Die Studienstruktur-Reform des sogenannten Bologna-Prozesses ist mittlerweile fast flächendeckend umgesetzt. Doch es zeigt sich, dass die schon früh geäußerte Kritik an diesen Veränderungen Bestand hat. Die Belastungen sind nicht nur für die Studierenden massiv gestiegen, sondern auch die Lehrenden haben durch das neue System mit vielen Mehrbelastungen zu kämpfen.

Prof. Dietrich Lemke will mit seinem Vortrag aufklären über die verbreiteten Missverständnisse über den Bologna-Prozesses und damit verbundenen Meinungen und Vorurteilen. Waren z.B. die Bundesländer gezwungen, ihre Studiengänge flächendeckend auf Bachelor- und Masterstudiengänge umzustellen? Und was hat z.B. die Bertelsmann Stiftung mit diesem Prozess zu tun?

Sein bewusst kurz gehaltener Vortrag soll zur Diskussion anregen und Zeit geben, um ins Gespräch zu kommen über die Probleme, die nicht nur die administrative Seite, sondern ganz konkret unseren Studienalltag bestimmen. Prof. Lemke hat diesen Prozess seit seinen Anfängen kritisch begleitet und über die Hintergründe dieses Prozesses und seine Auswirkungen den grundlegenden Aufsatz »Lernen im Gleichschritt – die schöne neue Hochschulwelt« verfasst, der auf den NachDenkSeiten veröffentlicht wurde und sich gut als Informationsgrundlage eignet.

"Studium ohne Bildung, muss das sein?"
Vortrag mit Prof. i.R. Dietrich Lemke, Universität Bielefeld,

17. Juni 2009, Universität Osnabrück, Schloss, Raum 215.
Eine Veranstaltung der Hochschulinitiative für Selbstbestimmtes Lernen mit Unterstützung der Gewerkschaftlichen Studierendengruppe


„Selbstverteidigung für Studierende“

Ein Seminar zur Orientierung im Hochschuldschungel

am 18./19. Oktober 2008
in Springe bei Hannover

Inhalt des Seminars:
Hochschulen als Orte gesellschaftlicher Veränderung und Innovation unterliegen seit ihrem Bestehen gesellschaftlichen Einflüssen, welche sich durch strukturelle und/oder inhaltliche Reformen kennzeichnen lassen.
Im Rahmen dieser Veränderung war und ist studentische Mitbestimmung stets eines der umkämpften Themenfelder gewesen. weiter

Flyer mit dem Programm als pdf-Datei (148 kB)


Demoplakat

Studiengebühren kalt machen? - Die bildungspolitische Talfahrt beenden

Aufruf zur landesweiten Demonstration gegen Studiengebühren, Bildungs- und Sozialabbau am 25. Januar 2008 in Hannover

Vor drei Jahren hat das Bundesverfassungsgericht den Ländern die Kompetenz zugewiesen, Studiengebühren einzuführen, vor über zwei Jahren wurden die allgemeinen Studiengebühren in Niedersachsen eingeführt und seit einem Jahr müssen alle Studierenden Niedersachsens 500 Euro mehr pro Semester bezahlen. Die Verbesserung an den Hochschulen ist gleich Null.

Trotz gegenteiliger Behauptungen sind Studiengebühren bis heute alles andere als von den Studierenden akzeptiert. Das belegen nicht nur zahlreiche Umfragen und Studien, sondern auch die erneuten Boykottanläufe an den Hochschulen selbst.

Der kontinuierliche Rückgang der Studierendenzahlen während der letzten drei Jahre zeigt, dass die soziale Ungerechtigkeit innerhalb des Bildungssystems mit der Einführung von Studiengebühren weiter geschürt wird. Dabei sind Studiengebühren nur ein Teil des Problems in einem ohnehin schon sehr selektiven Bildungssystem. Das deutsche (Hoch-)Schulsystem ist, laut OECD, eines der selektivsten im Vergleich zu den anderen Industrieländern. Die soziale Undurchlässigkeit des Bildungssystems würde durch eine von der CDU geplante Erhöhung der Studiengebühren noch drastisch verschärft werden. Im Bereich der vorschulischen und beruflichen Bildung haben sich Gebühren bereits durchgesetzt. Diese Entwicklung geht in die komplett falsche Richtung.

Es bleibt dabei: Studiengebühren ? egal in welcher Form und Höhe - sind komplett abzulehnen. Sie lösen kein einziges Problem, sondern sie verschärfen die Krise des Bildungssystems. Statt einer Verbesserung der Lehre bedeuten sie die Privatisierung der Kosten und Risiken des individuellen Bildungsweges.

Studiengebühren sind im schon lange chronisch vernachlässigten Bildungssektor nur das Symptom einer unsozialen, auf Ausgrenzung setzenden Politik. Sie reihen sich ein in die zunehmende Privatisierung öffentlicher Einrichtungen und Aufgaben ? sei es die soziale Absicherung, Gesundheit oder eben Bildung. Die Landesregierung darf sich durch die jahrelang forcierte Unterfinanzierung der Bildung und gleichzeitige Einführung von Studiengebühren nicht aus der Verantwortung ziehen! Bildung ist und muss eine öffentliche Aufgabe sein und bleiben und darf nicht der allgemeinen Privatisierung zum Opfer fallen! Mit dem Bildungs- und Sozialabbau in Niedersachsen muss jetzt Schluss sein!

Wir fordern die aktuelle und die zukünftige Landesregierung dazu auf:

Die LandesAStenKonferenz Niedersachsen ruft dazu auf, am 25. Januar gegen die unsoziale Politik der Landesregierung zu demonstrieren und somit vor der Landtagswahl am 27. Januar ein deutliches Zeichen zu setzen - für eine (gebühren)freie Bildung von der KiTa bis zur Hochschule!

Weitere Infos zum Demoablauf werden vom AStA der Uni Hannover veröffentlicht



Vor drei Jahren hat das Bundesverfassungsgericht den Ländern die Kompetenz zugewiesen, Studiengebühren einzuführen, vor über zwei Jahren wurden die allgemeinen Studiengebühren in Niedersachsen eingeführt und seit einem Jahr müssen alle Studierenden Niedersachsens 500 Euro mehr pro Semester bezahlen. Die Verbesserung an den Hochschulen ist gleich Null. weiter


Demokratie auf Schleuderkurs

Hochschulen im Fadenkreuz der Privatisierung
Wird der Ausverkauf demokratischer und öffentlicher Hochschulen durch Lobbyorganisationen vorangetrieben?

Tagung

Samstag, 3. November 2007
10.30 - 16.30 Uhr
Universität Osnabrück
Gebäude 22 - Raum 108
Heger-Tor-Wall 14 (Lageplan: externer Link zur Universität)

Tagungsprogramm (pdf-Datei 253 kB)



„Fight for your right to study!“

Bildungspolitisches Seminar

Termin: 3./4. März 2007
Infos zum Seminar(pdf-Datei 214kB).


Coca-Cola, Kolumbien und ermordete Gewerkschafter - Vortragsveranstaltung mit Carlos Olaya, Referent der kolumbianischen Lebensmittelgewerkschaft SINALTRAINAL

Donnerstag, 16.11.2006
Universität Osnabrück, Schloß, Raum 11/217



Die Reaktion von Coca-Cola auf unsere Veranstaltung

Wir waren sehr erstaunt, als wir am Donnerstag, den 16. November 2006, am Tag der Veranstaltung „Coca-Cola, Kolumbien und ermordete Gewerkschafter“ folgendes Anschreiben des Coca-Cola Konzerns bei uns im Briefkasten fanden (anscheinend hat jeder Veranstalter ein solches Anschreiben bekommen):

Anschreiben Seite 1 Anschreiben Seite 2Anschreiben Seite 3

Wir haben uns zu den dargelegten „Fakten“, welche die Vorgänge in Kolumbien augenscheinlich relativieren sollen, selbst einmal schlau gemacht:

  1. Die Klage von Sinaltrainal wegen des Mordes an Isidoro Gil in den USA (Florida) ist vom Gericht tatsächlich abgewiesen worden. Das heißt im Klartext: Das Gericht fühlte sich nicht zuständig. Das bedeutet aber nicht, dass der Fall vom Gericht untersucht worden wäre und dass heißt auch nicht, dass Coca-Cola "freigesprochen" worden wäre. Außerdem ist seit dem 02.06.2006 noch eine weitere Klage gegen Coca-Cola (Komplizenschaft bei der Ermordung von Gewerkschaftsführern) anhängig. Von einem Unschuldsbeweis, wie von Coca-Cola suggeriert wird, kann also keine Rede sein!
  2. Die Kommission, welche von Coca-Cola und der ILO geplant wird, ist weit davon entfernt unabhängig zu sein. Die betroffene Gewerkschaft Sinaltrainal wurde bei der Zusammensetzung und Gestaltung der (erst angekündigten und noch lange nicht durchgesetzten) Kommission übergangen. Coca-Cola weiß seit 1996 von den Vorwürfen und Vorgängen in Kolumbien und hat noch 2005 die geplanten Untersuchungskommissionen, welche in Zusammenarbeit mit Protestierenden vereinbart wurden, platzen lassen. Es scheint so, als wenn Coca-Cola eher an einer guten Presse im Fußballjahr 2006 interessiert war, als an einer wirklichen Untersuchung des Geschehens in Kolumbien.
  3. Der Direktor der Universität Michigan hat sich zwar vom Boykott distanziert, nicht aber die Studierenden.
  4. Der Ältestenrat in München hingegen hat tatsächlich gegen den Boykott gestimmt. Allerdings waren bei der Entscheidungsfindung keine Vertreter der Boykottseite zugegen, um ihre Sicht der Dinge darzustellen. Allerdings war Coca-Cola war vor Ort und hat sich vor der Entscheidung für ein Gespräch angeboten.
  5. Außerdem schreibt Coca-Cola, dass sie mit den kolumbianischen Gewerkschaften in Verbindung stehen. Wir bezweifeln nicht, dass tatsächlich Verbindungen zwischen Coca-Cola und einigen kolumbianischen Gewerkschaften bestehen. Allerdings verweigert Coca-Cola jedwedes Gespräch mit Sinaltrainal, der Gewerkschaft, welche unter den Vorgängen zu leiden hat.

Aus diesen Gründen bleiben wir bei unserer Unterstützung der kolumbianischen Gewerkschaft Sinaltrainal. Weiterhin fordern wir Coca-Cola auf, endlich ernsthaft dazu beizutragen, die katastrophale Menschenrechtssituation in den kolumbianischen Abfüllbetrieben zu verbessern und den Forderungen der Beschäftigten nach sozialer Gerechtigkeit Folge zu leisten!

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden wir versuchen, auch an der Universität Osnabrück einen Boykottbeschluss auf den Weg zu bringen. Dieser soll solange Bestand haben, wie Coca-Cola sich nicht öffentlich von den Vorgängen in Kolumbien distanziert und sowohl für eine Verbesserung der Arbeitssituation der Angestellten, als auch Existenzbedingung der Gewerkschaft Sinaltrainal sorgt.


Auszug aus dem Artikel Coca Cola – Ein Mordsgetränk erschienen in der GEWerkschaft Ausgabe WS 2006/2007

Nach Bonn, Wuppertal und Berlin beschloß aktuell auch das Studierendenparlament der Uni Köln einen Boykott des Getränkeriesen. Zuvor hatte man eine “Kola- Konferenz” organisiert, auf der auch Vertreter des Getränkeriesen zu Wort kamen. Überzeugen konnten sie die Parlamentarierinnen und Parlamentarier jedoch nicht, denn der Antrag auf Boykott der braunen Brause wurde anschließend mit großer Mehrheit angenommen. Der Beschluß umfaßt die Forderung, alle Produkte der Coca Cola Company (s. u.) aus sämtlichen Getränkeautomaten und –ausgaben in den Mensen den Gebäuden der Uni und des Studentenwerkes zu entfernen. Mit dieser Entscheidung schlossen sich die Kölner Studierenden einer internationalen Kampagne an, die vor allem in den USA bereits Früchte trägt: Etwa drei Dutzend Hochschulen weltweit haben sich dem Boykott angeschlossen, was auch an renommierten Universitäten in den USA, u. a. die University of Michigan und die New York University, zu Kündigungen millionenschwerer Verträge mit dem Getränkehändler führte.
Zur Orientierung hier eine (unvollständige) Übersicht über die Produkte der Coca Cola – Familie:

MAKE THE PROTEST REAL!

Zum Nachlesen:


[Der Lagerkomplex]
Flüchtlinge, Bramsche-Hesepe und die Freiwillige Ausreise

ein Film von kinoki now! (Eintritt frei)
Premiere :
Fr 12.05.2006 14:00 Uhr Universum Bramsche
Sa 13.05.2006 12:00 Uhr Hasetorkino Osnabrück

Die äußeren Grenzen Europas werden immer undurchlässiger für Menschen, die sich auf der Flucht befinden oder zu Migration gezwungen sind. Doch auch innere Grenzen existieren, die nicht weniger schwierig zu überwinden sind, auf dem Weg zu einem Leben in Würde.
[Der Lagerkomplex] zeigt eine dieser inneren Grenzen: das Lager. In der scheinbar ländlichen Idylle des Osnabrücker Land befindet sich im Ort Bramsche-Hesepe Deutschlands größtes Abschiebelager mit dem Schwerpunkt der sogenannten Freiwilligen Ausreise.
Wie äußert sich diese innere Grenze im sicheren Hinterland? Was passiert mit den dort untergebrachten 550 Flüchtlingen und wie gehen diese Menschen mit der Situation um? Was bedeuten Lager für die Regionen und welche Rolle spielen sie im nationalen und europäischen Zusammenhang?
[Der Lagerkomplex] lässt Menschen erzählen, was Lagerleben bedeutet. Betrachtet von innen und außen; von Flüchlingen selbst und von Personen aus Wissenschaft, Medizin, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Dabei zeichnet sich ein Bild ab, bei dem der Ausnahmezustand die Normalität beschreibt.


Der Gewalt widerstehen
Jugendliche und der Krieg in Kolumbien

Seit über vierzig Jahrena tobt in Kolumbien ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Guerillagruppen und dem kolumbianischen Staat. Insbesondere seit dem Aufkommen rechter Todesschwadrone, den sog. Paramilitärs, Mitte der achtziger Jahre, nahm das Ausmaß der Gewalt zu.
Die Zivilbevölkerung geriet zwischen die Fronten. Noch heute werden Hundertausende Menschen pro Jahr aus ihren Wohnorten vertrieben. Sie flüchten in die Elendsviertel der großen Städte. Aber auch dort sind sie häufig nicht sicher. Vor allem Gewerkschafter und andere sozial Engagierte werden zunehmend Opfer der Gewalt, wie das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen kritisiert, das auch auf erhebliche Versäumnisse der kolumbianischen Regierung und die nach wie vor bestehenden Verbindungen zwischen staatlichen Stellen und paramilitärischen Gruppen hinweist.

Trotzdem wurde der bisherige Präsident bei den jüngsten Wahlen wiedergewählt. Am Dienstag, den 8. August wird er seine zweite Amstzeit antreten. Wie die Menschen in den Randvierteln der Millionenstadt Medellín die politische Verfolgung und paramilitärische Kontrolle erleben, und warum trotzdem viele von ihnen Uribe gewählt haben, darüber können Adriana Patricia Castaño und Raul Soto berichten.

Sie kommen von dem Jugendnetz „Red Juvenil“, einem Projektpartner von terre des hommes in Medellín. Mit antimilitaristischen Konzerten, alternativen Straßenumzügen, Trainingskursen zur gewaltfreien Konfliktlösung, mit Boykottaktionen gegen die Kriegsökonomie und Aktionen für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung versuchen sie, der Logik der Gewalt entgegen zu treten. Die Red bietet einen Raum für alternatives Denken und Informationsaustausch, Jugendliche werden bei Verletzung ihrer Menschenrechte beraten. Hier werden auch wirtschaftliche Alternativen für Jugendliche gesucht, damit sie nicht von den Kriegsparteien rekrutiert werden.

Nach der Teilnahme an einem internationalen Kongress von Kriegsdienstverweigerern und der Teilnahme an friedenspolitischen Workshops der Katholischen Hochschulgemeinde im Bistum Aachen besuchen sie nun vom 2. bis zum 4. August die „Friedensstadt“ Osnabrück Nach dem Besuch der Bundesgeschäftsstelle von terre des hommes, dem Aktionszentrum Dritte Welt werden sie am

Donnerstag, den 3. August
um 19:00 Uhr
im Raum 114 EW-Gebäude der Universität Osnabrück

auf Einladung der terre des hommes Arbeitsgruppe Osnabrück und der Gewerkschaftlichen Studierendengruppe über die aktuelle Situation in Kolumbien und über das wegweisende Engagement der Jugendlichen in Medellín berichten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch (Eintritt frei)
Bei Rückfragen: Christoph Beyer (Tel. 82381), Peter Strack 7101-174.



demoaufruf

Schluß mit den Reformen gegen uns!

Gemeinsam gegen Massenentlassungen, Sozialabbau, innere Aufrüstung und Krieg!
Aufruf zur bundesweiten Demonstration am 03. Juni 2006 in Berlin.

Auch aus Osnabrück fährt ein Bus um 7.00 Uhr, ab Eisenbahnstraße zur Demo:
Info und Anmeldung bei ver.di Osnabrück: Tel. 0541/35883-1233
weitere Infos: pdf-Dokument


Besuch der Laborschule Bielefeld am 05. Mai 2006
Leider sind keine Anmeldungen mehr möglich, da die maximale Teilnehmerzahl von 20 erreicht ist

Logo der Laborschule Bielefeld

Die „berühmte“ Pisa-Studie bescheinigte dem deutschen Schulsystem eine Fülle von schwerwiegenden Defiziten. Von dieser Kritik blieben die bundesweit existierenden Alternativ- und Versuchsschulen, darunter vor allem auch die Laborschule Bielefeld weitestgehend ausgenommen. Diese Schulen konnten vielmehr ähnliche Leistungsergebnisse vorweisen, wie sie von den skandinavischen Ländern erzielt wurden.

Wir wollen deshalb die Laborschule besuchen und uns direkt vor Ort informieren. Die Laborschule Bielefeld ist eine seit 1974 existierende staatliche Versuchsschule des Landes NRW. Sie ist eine Ganztagsschule und zeichnet sich durch einen großen Wahlbereich aus, der individuelle Lern- und Abschlußprofile ermöglicht. Dem entspricht ein individualisiertes Beurteilungssystem, erst ab Ende des neunten Schuljahres erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Notenzeugnis.

Die starke Individualisierung des Unterrichts nimmt besondere Rücksicht auf das unterschiedliche Lerntempo der Kinder und ihre verschiedenen Bedürfnisse und Fähigkeiten.

Interesse? Dann melde Dich an

Anmeldung:
Alle TeilnehmerInnen müssen sich bis zum 01. Mai 2006 unter hib.osnabrueck@dgb.de anmelden, da wir für die Besichtigung der Laborschule nur ein Kontingent von 20 Plätzen erhalten konnten!

Treffpunkt:
Wir treffen uns am 05. Mai 2006 um 11:30 vor dem Haupteingang des DGB-Hauses. Dieses liegt direkt neben dem Osnabrücker HBF (ist nicht zu übersehen, großes, modernes Gebäude, August-Bebel-Platz 1, rechts vom HBF, neben dem Parkhaus)

Abfahrt/Ankunft:
Unser Zug fährt um 11:48 von Gleis 11 in Osnabrück ab, die Ankunft in Bielefeld erfolgt um 12:48 (Bitte das gültige Semesterticket für die kostenlose Zugfahrt nicht vergessen!)

Kosten für S-Bahn:
Vom Bielefelder HBF fahren wir dann gemeinsam direkt mit der S-Bahn zur Uni bzw. Laborschule (fährt alle 10 Minuten). Die Kosten für die S-Bahn müßtest Du selbst übernehmen (Kosten einer Gruppenkarte für Hin und Rückfahrt ca. 2 Euro pro Person). Für Gewerkschaftsmitglieder ist die S-Bahn-Fahrt kostenlos.

Mensabesuch:
Es besteht zeitlich die Möglichkeit vor Beginn des Besuchs noch in der Mensa der Uni Bielefeld zu essen (die Universität liegt unmittelbar neben der Laborschule bzw. umgekehrt).

Besuch und Rückfahrt:
Der Besuch der Laborschule beginnt dann um 14 Uhr mit dem Vortrag der Schulleiterin und wird gegen ca. 17:15-17:30 Uhr


Stoppt Studiengebühren, NHG-Novelle, Kürzungspakt und weitere Fächerschließungen!

Gewerkschaften unterstützten Demonstration für eine andere Bildungspolitik am 8. Dezember 2005 in Hannover

Demoaufruf Hannover, 8. Dezember 2005

Massive Einsparungen bei Lehre und Forschung, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Hochschulverwaltungen sowie in den Studentenwerken. 250 Millionen Euro Kürzungen, also Streichung von fast 1.500 Stellen durch das Hochschuloptimierungskonzept 2003, 160 Millionen Kürzungen durch den Zukunftsvertrag sowie mehrfache Kürzung der Finanzhilfe für die Studentenwerke. Noch immer kein Tarifvertrag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist die ernüchternde Bilanz der Politik des Landes Niedersachsen in den vergangenen zwei Jahren.

Doch damit nicht genug. Bereits heute zahlen Studierende jedes Semester 75 Euro Verwaltungskostenbeitrag, so viel wie in keinem anderen Bundesland, den die Landesregierung ungeniert zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet. Mit 500 Euro werden Studierende bestraft, die ihr Studium nicht in der vorgegebenen Zeit zu Ende bringen. Und auch diese Gelder flossen zum Großteil nicht an die Hochschulen, sondern in den Landeshaushalt. Obwohl die damalige Landesregierung bei der Einführung etwas anderes versprochen hatte.

Und wieder verspricht die schwarz-gelbe Landesregierung neue Finanzmittel und eine nie da gewesene Planungssicherheit für die Hochschulen. Studiengebühren in Höhe von 500 Euro sollen die Löcher im Hochschuletat stopfen, die die Landesregierung in den vergangenen Jahren gerissen hat. Studierende sollen den Rückzug des Landes aus der Hochschulfinanzierung bezahlen.

Mehr Gerechtigkeit verspricht die Landesregierung und bittet gleichzeitig BAföG-EmpfängerInnen zur Kasse, verlangt von Studierenden, sich für ihr Studium zu verschulden. Während in allen Medien von zunehmender sozialer Ungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem die Rede ist, verschärft die Landesregierung die Selektion durch verschärfte Auswahlverfahren und die Einführung von Studiengebühren.

Dabei zeigt die Landesregierung, was sie für ein Demokratieverständnis hat. Ohne Diskussion werden Studiengebühren durch das Haushaltsbegleitgesetz eingeführt, um die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner zu vermeiden. Schamlos werden Mitbestimmungsrechte von Studierenden, von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Professorinnen und Professoren abgebaut, die Gruppenuniversität zu Gunsten einer streng hierarchisch organisierten Präsidialuniversität aufgegeben.

Der Weg ist klar: Das Land will sich komplett aus der Hochschulfinanzierung zurückziehen, bevorzugt Kopfpauschalen anstatt solidarischer Finanzierung durch Steuermittel, will die Hochschulen zur reinen Ausbildungsschmiede der deutschen Wirtschaft degradieren, ohne demokratische Mitbestimmungsrechte. Freiheit von Wissenschaft und Forschung sind für diese Regierung Fremdwörter, was zählt ist die Haushaltssanierung. Aus dem Minister für Wissenschaft und Kultur wird ein Konkursverwalter.

Diese Politik ist falsch, sie ist antidemokratisch und wissenschaftsfeindlich. Sie zerstört die über viele Jahre erkämpfte Öffnung der Hochschule und verwehrt breiten Teilen der Bevölkerung den Zugang zur Bildung. Das können und wollen wir nicht hinnehmen. Wir wollen keinen Rückschritt ins letzte Jahrhundert, sondern eine zukunftsorientierte Politik. Wir kämpfen solidarisch mit anderen von Kürzungen betroffenen Gruppen für:

Weitere Infos der Landes-AStenkonferenz Niedersachsen

Stellungnahme von DGB, ver.di und GEW zum Anhörungsentwurf für ein Gesetz zur Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes und anderer Gesetze (pdf-Datei, 110 kB, 10 Seiten)


„Fight for your right to study!“
- Positionsbestimmung von Studierenden in Hochschule und Gesellschaft. -

Seminar der Gewerkschaftlichen Studierendengruppe
Sa.-So., 17. und 18. Dezember 2005
Heimvolkshochschule Springe

Im Dezember diesen Jahres wird zum ersten Mal der Versuch unternommen, im Rahmen des Seminars „Fight for your right to study!“ die (eigene) Position von Studierenden in ihrem Hochschulstudium und in der Gesellschaft genauer zu bestimmen und sich über die bestehenden Möglichkeiten aktiv zu werden, zu verständigen. Die Veranstaltung knüpft damit direkt an ein - ebenfalls von der GEW-Niedersachsen und Arbeit und Leben ausgerichtetes - Seminar an, daß im Januar diesen Jahres unter dem Titel „Zurück in die bildungspolitische Steinzeit? – Entwicklung gewerkschaftlicher Gegenstrategien“ stattgefunden hat. Ausgehend von der dort gefaßten Überzeugung, daß unter anderem ein speziell auf Studierende zugeschnittenes Seminarangebot geschaffen werden muß, um Studierenden die Möglichkeiten zur Gestaltung eines selbstbestimmten Lebens und des Eintretens für die eigenen Interessen zu vermitteln, ist dieses nun ein erster Versuch ein solches zu entwickeln und in der Praxis zu testen. Das Seminar richtet sich an Studierende im ersten oder auch einunddreißigsten Semester und an Fachschafts-, StuPa- oder AstA-Mitglieder sowie an gewerkschaftlich aktive Studierende und an alle diejenigen, die im Umfeld von Hochschulen und Gewerkschaften tätig sind.

Seminarprogramm


Bei der GEW hat Studierendenarbeit einen festen Platz! – Landesmitgliederversammlung der Studierenden in Hannover

Landesmitgliederversammlung der Studierenden in Hannover

Auf Einladung des LASS (Landesausschuss der Studentinnen und Studenten) fanden sich am 27. November GEW-Mitglieder aus Hannover, Braunschweig, Emden und Osnabrück zusammen, um gemeinsam die Perspektiven von Studierenden in Niedersachsen zu diskutieren. Eingeladen waren auch Frank Ahrens (DGB-Landesjugendsekretär), Sabine Kiel (Stellv. Vorsitzende der GEW Nds.) und Rolf Heidenreich (Referat Ausbildung, Fortbildung, Hochschule und Forschung). Frank Ahrens leitete die Sitzung mit ein paar Einblicken in die Studierendenarbeit des DGB ein. Studierende leisten demnach einen wichtigen Beitrag vor allem zur Jugendbildungsarbeit, ließen sich aber den herkömmlichen Strukturen der DGB-Gewerkschaften schwer zuordnen.

In der Diskussion um gewerkschaftliche Studierendenarbeit wurde deutlich, dass vielerorts kaum oder keine Präsenz der DGB-Gewerkschaften greifbar ist und somit die Aufgabe in der Sichtbarmachung von bestehenden Angeboten liege. Rolf Heidenreich merkte an, dass sowohl in der Verwaltung, der Lehre und bei den Studierenden zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder an den Hochschulen existent wären, diese blieben aufgrund fehlender gemeinsamer Aktivitäten jedoch weitestgehend unsichtbar. Sabine Kiel schlug eine Sammlung von bestehenden Angeboten der Gewerkschaften für Studierende vor, um deren Bandbreite deutlich zu machen und diese gemeinsam an die Studierendenschaft heranzutragen. Insgesamt konnten in der fast zweistündigen Diskussion sowohl grundlegende Notwendigkeiten noch einmal bewusst gemacht als auch neue Ansätze für die gewerkschaftliche Studierendenarbeit diskutiert werden. Ein Ergebnis der Diskussion war bereits während der Landesmitgliederversammlung greifbar: Frank Ahrens wird für die DGB-Jugend Anfang nächsten Jahres zu einem gemeinsamen Studierendentreffen aller Mitgliedsgewerkschaften einladen und damit einen konkreten Beitrag zur Koordinierung der gewerkschaftlichen Studierendenarbeit leisten.

Der Tätigkeitsbericht des LASS machte anschließend deutlich, dass die begrenzten Ressourcen auf das Notwendige konzentriert wurden. Erstmalig nahmen Studierendenvertreter aus Niedersachsen wieder an Gremiensitzungen, Konferenzen und dem Gewerkschaftstag der GEW teil. Koordinierungstreffen des LASS förderten den Informationsaustausch zwischen den Aktiven in Hannover und Osnabrück. Damit ist ein erforderlicher Grundstein für die weitere Arbeit gelegt worden. Für den neuen LASS konnten mit Gesa Meyer und Hauke Bruns KollegInnen aus Braunschweig und Emden gewonnen werden, womit sich der Aktionsradius des LASS Niedersachsen beträchtlich erweitert. Neuer LASS-Sprecher ist Holger Schmidt, dessen Zuverlässigkeit und Kompetenz in Fragen der Hochschulpolitik sicherlich dazu beigetragen hat, dass er von seinen Mitstreitern aus Osnabrück für diese Position vorgeschlagen wurde. Er ist, wie auch die anderen Mitglieder des neuen LASS, einstimmig gewählt. Als Vertreter für die Hochschulstandorte Osnabrück und Hannover wurden Lars Thiede und Moritz Sowada bestimmt. Sie gehörten bereits dem vorherigen LASS an.

„Bei der GEW hat Studierendenarbeit einen festen Platz.“ resümierte Holger Schmidt nach der Sitzung. Die vorhandenen Strukturen böten gute Arbeitsmöglichkeiten. Zielsetzung des neuen LASS wird unter anderem der weitere Aufbau von Kontakten mit den Hochschulen in Niedersachsen und die kontinuierliche Weiterentwicklung eines Seminarangebotes für aktive Studierende sein. In der neuen personellen Zusammensetzung werden jedoch sicherlich noch viele Ideen und Ansätze neu diskutiert werden müssen. Ein erster Schritt wurde durch die Landesmitgliederversammlung der GEW-Studierenden getan, weitere werden folgen ...


Aktion, Publikation und Veranstaltung –Gewerkschaftliche Studierendengruppe Osnabrück befasst sich mit studentischen Verbindungen

Aktion

„Es war einfach notwendig geworden, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.“ sagte Lars Thiede, einer der LASS-Sprecher der GEW Niedersachsen, vor der Veranstaltung mit Dr. Alexandra Kurth, die als Referentin auf der Informationsveranstaltung „Studentische Verbindungen und die extreme Rechte“ der Gewerkschaftlichen Studierendengruppe in Osnabrück auftrat. Bei der Erstsemesterbegrüßung der Universität für das WS 04/05 war den gewerkschaftlich aktiven Studierenden bereits unangenehm aufgefallen, wie präsent die studentischen Verbindungen in Osnabrück geworden sind. Zum Beispiel gewinnen die vergünstigten Wohnungen der studentischen Verbindungen bei bevorstehender Einführung von Studiengebühren deutlich an Attraktivität auch für Kommilitonen, die sich früher kaum mit derartigen Organisationen eingelassen hätten.
So wurde denn auch in Zusammenarbeit mit dem AStA der Universität Osnabrück, der Antifa-Ini und anderen Gruppierungen von der Gewerkschaftlichen Studierendengruppe die Diskussion angestoßen, wie dem Auftreten der Verbindungen - darunter besonders die besonders “auffälligen“ Burschenschaften - in diesem Jahr zu begegnen wäre. Das Ergebnis: Studierende verteilten Flugblätter in Schutzanzügen direkt vor den Infoständen der studentischen Verbindungen nach dem Motto: „Infos schützen!“ Und ungeschützt sollte diesen “Burschen“ erfahrungsgemäß nicht gegenübergetreten werden. Für weitere Informationen lagen ausführliche Bündnisflugblätter und die neue Ausgabe der GEWerkschaft, der Semesterzeitschrift der Gewerkschaftlichen Studierendengruppe Osnabrück, bereit. Außerdem wurde auf die Informationsveranstaltung mit Dr. Alexandra Kurth mit Unterstützung des örtlichen Hochschulinformationsbüros der Osnabrücker Gewerkschaften hingewiesen. Die Studierenden, welche die Erstsemesterbegrüßung besuchten, nahmen diese Hinweise dankbar entgegen. Viele wussten noch nichts über die merkwürdig gekleideten Kommilitonen hinter den Infotischen von Arkadia – Mittweida und anderen Verbindungen mit den antiquierten Namen.

Aktion

Auch die Veranstaltung mit Dr. Alexandra Kurth ist gut angenommen worden. Über 50 Besucher konnten sich über eine kompetente Referentin erfreuen, die die Verbindungslinie des Dachverbandes „Deutscher Burschenschaften“ (DB) bis hin zur NPD-Landtagsfraktion in Sachsen aufzeigte und auf das reaktionäre und revisionistische Geschichtsbild hinwies.

„Wir bleiben am Ball!“

Die Gewerkschaftliche Studierendengruppe wird sich zukünftig zusätzlich mit der Bundeswehr befassen, die sich auf der Erstsemesterbegrüßung zum zweiten Mal zur „Gruselecke“ der studentischen Verbindungen dazugesellte. Auffällig massiv warb das Heer, die Marine und die Luftwaffe mit Infostand und Feldküche um die Gunst der Studierenden. Zusätzlich ist bereits ein Arbeitskreis Sicherheitspolitik aktiv, der von der Bundeswehr installiert wurde und an den Osnabrücker Hochschulen Einfluss nehmen soll. Ein erster Erfolg der Militärs war schon in der Vergangenheit zu verzeichnen, denn eine Gruppe Reservisten trifft sich regelmäßig zu einem Stammtisch und organisiert gemeinsame Treffs am Wochenende zwecks Durchführung von Schießübungen. Die Gewerkschaftliche Studierendengruppe war sich einig, dass es eine zunehmende Präsenz des Militärs an den Osnabrücker Hochschulen abzuwehren gilt. Zumal den geringen Bildungsausgaben in Deutschland beachtlich steigende Militär- und Rüstungsausgaben gegenüberstehen. Dieses Missverhältnis muss thematisiert werden, ebenso wie die Folgen einer etwaigen Verpflichtung bei der Bundeswehr, die einem das noble Angebot unterbreitet die Kosten für das Studium zu übernehmen. Denn mit einem Auslandssemester in Kabul ist es mit einer Verpflichtung bei der Bundeswehr dann nicht getan.

Kurt Tucholsky hatte recht, nicht jeder Mörder ist ein Soldat!

Lars Mörking

Weitere Infos:
Am 17. und 18. 12. 2005 findet das Seminar: „Fight for your right to study!“ statt. Ein Einführungsseminar für gewerkschaftlich interessierte Studierende.

Anmeldung unter: webmaster@gew-studis-os.de
(Für GEW-Mitglieder ist dieses Seminar kostenlos, Fahrtkosten werden für Anfahrten aus Niedersachsen erstattet.)